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Arne Schmitt
LOB DER PEITSCHENLAMPE
ZWEI FOTOGRAFIEN, ZWEI ZITATE
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23 x 30,5cm
4 Seiten
Offsetdruck auf 300g/m² Karton
gestaltet von Timo Grimberg

7 Euro [+1,50 Versand; Bestellung per Email]


Das Berliner Gaslaternen-Freilichtmuseum befindet sich gleich am S-Bahnhof Tiergarten, an der Straße des 17. Juni Ecke Klopstockstraße: Es wurde 1978 gegründet, als der Großteil der Straßenbeleuchtung längst elektrisch funktionierte und die technisch wie ästhetisch altmodischen Modelle mehr und mehr aussortiert wurden. Etwa 90 Laternen sind entlang von Parkwegen permanent ausgestellt: die Modelle stammen aus den Jahren 1826 bis 1956 und aus insgesamt 36 Städten.
Gleich außerhalb des Parks, die Straße des 17. Juni flankierend, sind zwei elektrische Straßenlaternen zu finden, die weder Teil einer Ausstellung sind noch irgendeine Art von Beschriftung aufweisen: die einen östlich, die anderen westlich der kreuzenden S-Bahn-Gleise. Ihnen ist diese Publikation gewidmet.
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Im Gründungsjahr des Freilichtmuseums, 1978, widmete der Religionsphilosoph Klaus Heinrich an der Freien Universität Berlin seine Vorlesung des Sommersemesters dem Thema des deutschen Klassizismus in der Architektur, oder genauer: der Willfährigkeit des Klassizismus zwischen Karl Friedrich Schinkel und Albert Speer. Sein Zitat bespricht die Speerlaterne, links.
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Einige Jahre früher, 1964, veröffentlichte der Verleger und Schriftsteller Wolf Jobst Siedler ein Buch mit dem Titel Die gemordete Stadt. Abgesang auf Putte und Straße, Platz und Baum. Sein Thema ist die Veränderung der Stadt Berlin und des Lebens in ihren Straßen. In Bild und Text beschwört Siedler ein “ursprüngliches”, kaiserzeitliches Berlin – und stellt dies polemisch einem gegenwärtigen, von Neuplanungen geprägten Berlin gegenüber. Sein Zitat bespricht die Peitschenlampe, rechts.

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